Über mich

wichtiger als das perfekte Foto
muss immer das Tierwohl sein
Die frühe Verbundenheit zur Natur
WIe ALles begann
Aufgewachsen in der Hauptstadt von Österreich hätte ich mir damals nie erträumt wie wild Wien eigentlich sein kann. Meine frühe Verbundenheit zur Natur hat allerdings nicht in Wien begonnen, sondern in Oberösterreich, wo ich viele Wochenenden meiner Kindheit verbrachte. Mit einem großen Garten und dem Wald direkt hinter dem Haus war es eigentlich nur eine Frage der Zeit wann mich die Natur komplett in ihren Bann gezogen hat. Jedes Tier hat mich begeistert und ich konnte stundenlang draußen sein, ohne mich je zu langweilen. Kleiner Funfact am Rande: Ich war die Art von Kind die sich um ihr Taschengeld Bücher über Tiere gekauft hatten.
Irgendwann kam dann die Schule und je höher die Schulstufe, desto weniger Zeit verbrachte ich in der Natur und die Prioritäten haben sich verschoben. Trotz alledem waren die Naturwissenschaften immer noch das was ich in der Schule am spannendsten fand und so fing ich an Lebensmittel- und Biotechnologie an der BOKU Wien, einer Universität, die wie keine andere für Umwelt und Natur steht, zu studieren. Während meines Bachelor- und Masterstudiums habe ich auch wieder mehr Zeit in der Natur verbracht, da ich den Berg- und Klettersport für mich wiederentdeckt hatte.

Der Weg zur Fotografie
Die erste Kamera
Wie bin ich aber eigentlich zur Fotografie gekommen? Ich war eigentlich immer schon fasziniert von Kameras, vor allem von größeren Spiegelreflexkameras. Als Kind hatte ich eine kleine analoge Kamera, sowie später eine digitale Kompaktkamera. Ich hab also eigentlich immer schon gerne geknipst. Später hatte ich durch allen möglichen Sport eine GoPro Phase und Anfang 2017, am Ende meines Bachelorstudiums, hab ich dann beschlossen mir meine erste Systemkamera zuzulegen, die berühmte Sony A6000. Der Gedanke war damals eigentlich hauptsächlich in den Bergen und gelegentlich im Urlaub zu fotografieren, doch nach meinem ersten Tele wurde schnell die Leidenschaft zur Wildlifefotografie geweckt. Es waren Feldhasen und Rehe die ich anfangs auf den Feldern vor der Haustüre versucht hatte zu fotografieren. Schnell merkte ich, dass man mit 210mm nicht weit kommt und so kam schnell besseres (und teureres) Equipment, doch soviel besser wurden meine Fotos trotzdem nicht.

Vom Biochemiker zum Fotografen
Veränderung
Es hat ganze drei Jahre gedauert, bis ich wirklich zufrieden mit meinen Fotos wurde und ich mehr schaffte als nur hin und wieder einen guten Schnappschuss. Es war ein langer Prozess mit vielen Rückschlägen und ich habe dabei unheimlich viel über die Fotografie, sowie über die Natur in der ich mich bewegte gelernt. Schon am Anfang meiner Reise war mir immer schon eines bewusst: wichtiger als das perfekte Foto muss immer das Tierwohl sein. Und rückblickend kann ich sagen, bin ich doch öfter zu weit gegangen und kann auch nicht behaupten, dass ich es jetzt nicht mehr mache – nicht bewusst oder absichtlich, aber ich mache es. Doch eines ist dabei immer sehr wichtig: ich versuche es immer zu reflektieren und aus diesen Fehlern zu lernen. Umso erschreckender war es – und ist es auch immer noch – dass viele Wildlifefotografen diese Prinzipien nicht teilen und auch aktiv unethisches Verhalten bei ihren Workshops verbreiten. Nach einigen dieser Erlebnisse entstand die Idee, selbst Wildlifefotografie Workshops anzubieten. Workshops, die nicht auf das Anfüttern oder Stören des Tieres angewiesen sind. Bei der Wildlifefotografie habe ich nicht nur gelernt, zu fotografieren, sondern auch sehr viel über die Natur und die Tiere, die ich fotografiere. Und vor allem hat sich eines nochmal verfestigt – der Respekt vor der Natur.
Nachdem ich 2022 den Weg in die Selbstständigkeit neben meinem Job auf der Uni gewagt hatte, hab ich 2024 – nach dem Abschluss meines PhDs in Biochemie – den Schritt gewagt und bin Vollzeit selbstständig und nur noch nebenbei auf der Uni in der Lehre tätig. Mittlerweile fotografiere ich weit mehr als nur die Natur und bin schon gespannt wohin mich mein Weg als nächstes bringt.

